Ein effektives Darmkrebsscreening hilft dabei, bösartige Tumoren des Dickdarms häufiger in einem frühen Stadium zu erkennen, wenn noch Heilung möglich ist. Das lässt sich aus den Ergebnissen einer Studie ablesen, in der die Effektivität von Darmkrebsscreeningprogrammen in verschiedenen europäischen Ländern untersucht wurde. Der Bericht zur Studie erschien in der Fachzeitschrift Lancet Gastroenterology & Hepatology.
Menschen, bei denen bereits Darmkrebsvorstufen entdeckt und entfernt wurden, sollten sich häufiger als andere Personen einer Darmspiegelung unterziehen. Um festzulegen, nach welcher Zeit die nächste Darmspiegelung bei diesen Patienten durchgeführt werden sollte, wurden bisher fast ausschließlich die Größe, Charakteristika und Anzahl der Adenome herangezogen. Künftig könnten auch weitere Informationen in die Bestimmung des geeigneten Zeitintervalls einfließen. So fanden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DKFZ heraus, dass bestimmte Variationen im Erbgut der Patienten bei der Identifizierung eines individuellen Nachsorgeintervalls…
Internationale Leitlinien empfehlen u. a. früheren Start und obere Altersgrenze fürs Darmkrebsscreening. Die Evidenzbasis dieser Empfehlungen ist jedoch schwach.
Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aktuelle medizinische Leitlinien zum Darmkrebs recherchiert und deren Empfehlungen zum Darmkrebsscreening mit den aktuell geltenden Regelungen der organisierten Darmkrebsfrüherkennung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgeglichen sowie die Evidenzbasis, die jeweilige Begründung für eine diskrepante Empfehlung, extrahiert und…