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Wie lange soll die antihormonelle Therapie bei Brustkrebs dauern?

Offenbar wirkt es sich positiv aus, wenn die Therapie verlängert wird.

Brustkrebspatientinnen, die die Wechseljahre bereits hinter sich haben, können davon profitieren, wenn sie nach der Operation noch eine unterstützende (adjuvante) antihormonelle Therapie erhalten, die das weitere Tumorwachstum hemmt. Dabei wirkt es sich offenbar positiv aus, wenn diese Therapie mehrere Jahre lang durchgeführt wird. Das bestätigen die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurden.

An der Studie nahmen 2.056 Patientinnen mit Brustkrebs im Stadium I bis III teil. Sie waren bereits operiert worden und wurden anschließend mit einer adjuvanten antihormonellen Therapie behandelt. Dabei erhielten sie zunächst alle über zwei bis drei Jahre ein Antiöstrogen. Anschließend wurden sie entweder, so wie es bis lang Standard war, zwei bis drei Jahre (Kontrollgruppe) oder fünf Jahre lang mit einem Aromatasehemmer behandelt.

Nach knapp zwölf Jahren Beobachtung waren in der Gruppe, die die Aromatasehemmertherapie fünf Jahre lang erhalten hatte, weniger neue Krankheitsereignisse aufgetreten als in der Kontrollgruppe. Das krankheitsfreie Überleben über zwölf Jahre war in der Gruppe mit längerer antihormoneller Behandlung signifikant besser. Die Zahl der Nebenwirkungen war in beiden Gruppen vergleichbar.

Damit, so die Bewertung der Studienautoren, habe sich die verlängerte antihormonelle Therapie mit einem Aromatasehemmer bei Brustkrebspatientinnen nach der Menopause als vorteilhaft herausgestellt.


Quelle:
Del Mastro L et al. Extended therapy with letrozole as adjuvant treatment of postmenopausal patients with early-stage breast cancer: a multicentre, open-label, randomised, phase 3 trial. Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 17. September 2021, DOI:https://doi.org/10.1016/S1470-2045(21)00352-1

Zitiert nach einer Meldung des Onko-Internetportals vom 08.10.2021