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Strahlentherapie nach Brustkrebsoperation
Langfristig konnte gute Sicherheit bestätigt werden.
Eine Bestrahlung von Lymphknoten in der Umgebung der Brust nach einer Brustkrebsoperation ist langfristig sicher. Zu diesem beruhigenden Ergebnis kommen Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute.
Die Forscher werteten Langzeitdaten von 4.004 Brustkrebspatientinnen aus 13 Ländern aus den Jahren 1996 bis 2004 aus. Diese hatten an einer EORTC-Studie teilgenommen, weil sie an Brustkrebs im Stadium I-III mit einer Beteiligung von Lymphknoten erkrankt waren. Sie hatten deshalb nach der Operation noch eine Strahlentherapie für die Lymphknotenregionen erhalten. Der Beobachtungszeitraum umfasste rund 16 Jahre.
Nach 15 Jahren wiesen insgesamt nur wenige der Patientinnen, die eine Bestrahlung der Brust und der Region oberhalb des Schlüsselbeins erhalten hatten, strahlentypische Schäden der Lunge oder des Herzens auf. Allerdings kamen strahlentypische Nebenwirkungen an der Lunge und dem Herzen wie Lungenfibrose und Herzfibrose bei den Patientinnen, die bestrahlt worden waren, häufiger vor als in einer Kontrollgruppe, die keine Strahlentherapie erhalten hatte. Jedoch spielte es dabei zum Beispiel keine Rolle, ob der Tumor und damit auch die Strahlung die linke (Herzseite) oder die rechte Körperseite betroffen hatte. Kein Unterschied zwischen der Bestrahlungsgruppe und der Kontrollgruppe ergab sich bezüglich der Häufigkeit zweiter Krebserkrankungen, Brustkrebs der zweiten Brust und Todesfällen wegen Herzkreislauferkrankungen.
Nach Ansicht der Studienautoren zeigten die Ergebnisse, dass die Strahlentherapie nach der Brustkrebsoperation langfristig eine sichere Behandlungsmethode sei. Neben einer insgesamt geringen Wahrscheinlichkeit für Schäden an Lunge und Herz sei nach der Strahlentherapie auch kein Anstieg der nicht-brustkrebsbedingten Sterblichkeit zu beobachten gewesen.
Quelle: Poortmans PM et al. Side Effects 15 Years after Lymph Node Irradiation in Breast Cancer: Randomized EORTC Trial 22922/10925. Journal of the National Cancer Institute, Onlinevorabveröffentlichung am 28. Juli 2021, djab113.doi: 10.1093/jnci/djab113
Zitiert nach einer Meldung des Onko-Internetportals vom 21.08.2021